Rettung für den Ebo-Wald

Der bereits für die Abholzung freigegebene Ebo-Wald in Kamerun, bleibt aufgrund heftiger Proteste nun doch bestehen. 

Bild: CCO Lizenz/pixabay/gerritbri

Im Februar 2020 wurde in Kamerun seitens der Regierung bekannt, dass knapp 134.000 Hektar des des Ebo-Waldes für den Holzeinschlag freigegeben wurden. Dieser Wald ist Heimat zahlreicher Gorillas und Schimpansen und beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt, weshalb große Teile der Bevölkerung, Wissenschaftler und Umweltschützer alarmiert waren und dagegen protestierten. Unter den Protestierenden waren die Organisationen Retten den Regenwald, sowie Greenpeace Africa. Die Petition wurde von knapp 119.000 Menschen unterzeichnen. Aufgrund des großen Widerstands gegen die Abholzung trat der Kameruner Präsident Paul Biya von diesen Plänen zurück und widerrief sie. 

„Die Suspendierung der Logging-Pläne im Ebo-Wald ist eine bedeutende Gelegenheit für soziale und ökologische Gerechtigkeit. Greenpeace Africa bleibt bei seiner Unterstützung der Rechte der Communities und des Schutzes der Wälder in Kamerun und im Kongo-Becken weiterhin wachsam“, so Ranece Jovial Ndjeudja, Campaign-Manager von Greenpeace Africa.

Im Ebo-Wald leben rund 700 Nigeria-Kamerun-Schimpansen und diese sind laut Tierforschern die einzigen Schimpansen, welche mit Steinen und Hammern aus Holz Nüsse knacken und mit Stöcken Termiten fangen. Außerdem leben die Banen, ein Urvolk aus Kamerun seit Jahrhunderten in kleinen Wald-Dörfern im Ebo-Wald, ohne diesen zu gefährden. 

Quelle: Regenwald 

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